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Rosenkranztäfelchen aus der zerstörten Obermünsterkirche
Pfingsten

Am 50. Tag nach Ostern findet das Pfingsfest statt. Es erinnert an das Kommen des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu, das sie in die Welt hinausziehen und das Wort Gottes verkünden ließ. An Pfingsten wird daher (auch) der „Geburtstag der Kirche“ gefeiert.

Ardijan Gash · 1. Preisträger des Kunst.Preises 2020

2010 wurde der Kunst.Preis ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass Künstlerinnen und Künstler mit geistiger Behinderung mit ihrem eigenen Stil selbstverständlich innerhalb der Kunstszene Anerkennung finden und mit ihrem anderen Blick auf die Welt in einem Freiraum des Schaffens und des Schauens inspirieren. Auch die diesjährige Juryauswahl der eingereichten Arbeiten eröffnet neu die Möglichkeit, die Schönheit und die Kraft, die in diesen Kunstwerken liegen, sehen zu lernen.

Ostereier

Handbemalte Ostereier, wie das hier vorliegende Stück mit vereinfachtem Blumenmotiv des Regensburger Künstlers Andreas Pirkenseer, mögen auf den Betrachter im ersten Augenblick ganz selbstverständlich und alltäglich erscheinen. Überlegt man dabei, wie schwierig es ist, eine runde Fläche zu bemalen – vor allem in Anbetracht der Zerbrechlichkeit der oftmals echten Eierschalen –, dann stellt sich die Frage, wie gefärbte, bemalte und kunstvoll verzierte Stücke ein beliebtes Sinnbild für die Osterzeit in Deutschland werden konnten.

Urusla Jüngst, Aleppo – Heilige Nacht (2014)

Das Gemälde entstand in der Weihnachtszeit vor fünf Jahren, unter dem Eindruck der begonnenen Zerstörung der syrischen Stadt Aleppo, einer der ältesten Städte des Orients.
„Schwere Lilatöne, trauriges Indigo, düsteres Blau, sehnsüchtiges Ultramarin“ habe sie mit ihrem Pinsel auf die Leinwand gesetzt, sagt die Künstlerin. Ihre Betroffenheit habe den Pinselauftrag heftig gemacht, sodass sich die Ölfarbe regelrecht unter dem Pinsel hervorquetschte. Struppig, unruhig, zerrissen seien die Pinselsetzungen.

Werner Schneider an Joseph Beuys

Das Kunstwerk des Monats ist ein Neuzugang in den Kunstsammlungen des Bistums Regensburgs, der es in sich hat. Auf einem Briefbogen in DIN A4, der schon bessere Tage gesehen hat, liest man gar Unglaubliches:

Die Geschichte vom vierten König

In einer jeden Weihnachtskrippe sind die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar zu finden, die dem Stern nach Bethlehem gefolgt sind, um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen und ihm Gaben zu bringen. Diese Dreizahl jedoch wird in der Bibel (Mt 2,1‒12: Die Weisen aus dem Morgenland) gar nicht erwähnt und auch dass es sich bei ihnen um Könige gehandelt haben soll, ist nur legendarisch überliefert. Außer Zweifel steht, dass die Heiligen Drei Könige aus dem Weihnachtsgeschehen und dessen bildhaften Ausprägungen im Laufe der Jahrhunderte kaum wegzudenken sind.

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