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Einzug Christi in Jerusalem (1220 - 40)

Das prächtige spätromanische Relief stellt szenisch reichhaltig den Einzug Christi in Jerusalem dar. Versatztechnik und Quaderverband bezeugen, dass es sich um den originalen Platz des lombardisch beeinflussten Steinmetzwerks am Portal handelt, welcher auch durch das Thema selbst naheliegt. Auf dem rechten, quadratischen Block erscheint auf einem Esel reitend der segnende Christus. Auf dem länglichen Mittelblock finden zwei Gestalten Platz, die ihre Mäntel vor dem Heranreitenden auf dem Boden ausbreiten. In ihrem Rücken blickt aus einer Baumkrone mit großformigen Palmblättern ein Mann, der an Zachäus denken lässt, neugierig Jesus entgegen. Der linke quadratische Block trägt eine monumentale Stadttor-Architektur, vor der eine Mutter mit ihrem Kind den Kommenden mit einem Palmzweig, dem Symbol des siegreichen Königs, erwartet. Der Einzug Christi wird somit zu einem Analogie-Bild zum Eintritt in die Kirche durch das Portal.

Kalksteinrelief, Ainau, St. Ulrich, Hauptportal, H 46 cm, B 165 cm

Foto: Anton Brandl

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