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Messbuch mit silbernen Beschlägen

Messbuch

Auf einem in rotes Leder gebundenen Missale finden sich silberne Beschläge appliziert, die durch Beschauzeichen und Meistermarke als Werk des Goldschmieds Johann Silvester Gaap zu identifizieren und um 1710/20 zu datieren sind. Gaap war aus Augsburg hergezogen und erlangte 1704 das Bürgerrecht in Regensburg. Mehrere Arbeiten, u. a. Monstranzen, Kelche und Messgarnituren, konnten aus der umfangreichen Produktion dieses Goldschmieds im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts nachgewiesen werden.

Die hier gezeigten Buchbeschläge wurden von der Äbtissin Johanna Franziska von Muggenthal (1697-1723) des ehemaligen Damenstiftes Niedermünster in Auftrag gegeben. Um ovale Medaillons mit getriebenen Darstellungen der Himmelfahrt Mariens, in Wolken schwebend und von Putten getragen, auf der Vorderseite bzw. des Wappens der Stifterin auf der Rückseite entfaltet sich ein üppiges Ornamentspiel mit reichen, verschlungenen Mustern aus durchbrochenen Akanthusranken mit großen Blüten, Volutenstegen, Bandelwerk und Früchtekörbchen in Treibarbeit. Die gegossenen Schließen formen sich aus Akanthusblättern mit Voluten und kleinen Blütenrosetten. Der prächtige Buchdeckel zeigt in seinen Dekorationsformen den Übergang von den Akanthusornamenten des Hochbarock zum Bandelwerk der Zeit ab etwa 1720.

Um 1710/20 - Leder/Silber
40,5 cm (Höhe) x 28,5 cm (Breite)

Zu sehen im Museum St. Ulrich

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