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„Dein Kummer läßt mich nicht in Ruhe“
Annette Beisenherz (*1971)

Annette Beisenher Dein Kummer lässt mich nicht in Ruhe

Unter dem Werktitel „Madonnen des 21. Jahrhunderts“ gestaltete Annette Beisenherz 2006 bis 2007 diverse großformatige Zeichnungen und eine umfangreiche Lithografieserie. Die in Regensburg geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin möchte mit diesen Arbeiten Beziehungsgeflechte offen legen. Vor dem Hintergrund unserer abendländischen Kulturlandschaft sollen diese Madonnenfiguren den Blick in die Gegenwart wagen. Die alte unumstößliche, ikonographisch festgelegte Wahrheit des Glaubens soll neue menschliche Aspekte unseres heutigen Denkens und Handelns erfahren. Alte Konventionen und Rollen, aber auch Abhängigkeiten und Aufopferung sollen in Frage gestellt werden.

Die großformatigen Zeichnungen zeigen Madonnen des 21. Jahrhunderts, die mit viel (Aquarell-) Farbe und verschiedenen Stiften aufs Papier gebracht wurden. Oftmals dienten alte Madonnendarstellungen als Ausgangspunkt, die durch ihre Geste bedeutsam wirkten und sich zu einer aktuellen Präsentation eigneten. Insgesamt umfasst die Serie vierzehn Zeichnungen im Format 170x115cm, aber auch die Lithografieserie AUWEH MARIA und die Zeichnungen für die Ausstellung "Was ist also die Zeit?" in der Georgskapelle in Wien zählen zu dem Werktitel MADONNEN 21.
Im Katalog zur Ausstellung in Wien schreibt Annette Beisenherz über die Madonnenserie: „Meinen Arbeiten liegt eine zehnjährige Auseinandersetzung zu Grunde, deren Kern die menschliche Beziehung der Mutter zu ihrem Kind ist. In den Madonnendarstellungen unserer abendländischen Kulturlandschaft trifft der christliche Glaube auf den Ursprung der menschlichen Natur. Diese Tatsache verstärkt die Wirkung jener Bilder und ich benutze sie, diese, meist von Männerhand gemalten, von unzähligen Menschen verehrten und inzwischen auch wieder von vielen vergessenen Bilder und möchte sie in unsere Gegenwart holen.
Meine Bilder sind Madonnen des 21. Jahrhunderts, die ihren Ausgangspunkt zum einen in alten Madonnendarstellungen haben, zum anderen verwende ich eigene Fotografien, in denen die Figuren in einer aussagekräftigen Position abgebildet sind.
Die Arbeiten zeigen meist das alte Muster, das traditionelle Gerüst, aber gleichzeitig tauchen Gesten und Stimmungen unseres heutigen, unmittelbaren Alltags auf. Durch diese Überlagerung treten Gemeinsamkeiten und Kritik zu Tage und es entsteht eine Suche nach Werten und nach zeitgenössischen Tendenzen in dem, was wir glauben, ebenso wie in der Kindererziehung.
Was ich mit meinen Bildern zeigen möchte, ist eine menschliche Beziehung im Kontext unserer kulturellen Tradition im Angesicht ihrer Veränderung.“

"Eine neue Freiheit hat sie ausgemacht für sich und den Rest von Frauen und (jawohl) Müttern, bringt sie die Madonna in das 21.Jahrhundert mit oft widerborstigen Pinselstrichen."

„Dein Kummer läßt mich nicht in Ruhe“
Mischtechnik auf Papier
2006
170x115 cm

Bildergalerie Donaueinkaufszentrum
Bauteil 5, 6. Flur

Homepage der Künstlerin

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