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Selbstporträt Martin von Feuerstein mit Christuserscheinung

Selbstbildnis Martin von Feuerstein

Das Selbstporträt Feuersteins dürfte den gerade ernannten Akademieprofessor zeigen, dessen Selbstbewusstsein im Bild Ausdruck erhält. Der Auferstandene stellt die Arbeit des Lehrers für religiöse Malerei unter seinen Schutz. Der Lehrer selbst erhofft sich dieses hohe Patronat für seine zukünftige Arbeit, ein hoher Anspruch, den der Maler bereit ist zu erfüllen. Christus soll Inspirationsgeber sein, soll das Schaffen des Künstlers begleiten, beschützen und Legitimation geben.


Das um 1900 in München entstandene Werk steht ganz im Zeichen des Jugendstils mit seiner Farbigkeit und duftigen Malweise. Mit der Diagonalkomposition von Maler und Christusperson und dem gegenläufigen Lichteinfall erzeugt der Künstler eine starke Spannung, die durch die Licht- und Schattenpartien noch gesteigert wird.
Bedeutende Werke des Malers entstanden in zahlreichen Kirchen seiner elsässischen Heimat sowie in München (besonders Pfarrkirche St. Anna im Lehel). In Regensburg-Kumpfmühl schuf Feuerstein die Hochaltarbilder für die Karmelitenkirche St. Theresia und für die 1921 gegründete Pfarrei St. Wolfgang auf Vermittlung des Verlegers Josef Habbel das Historienbild "Der hl. Bischof Wolfgang unterrichtet den jungen Herzogssohn Heinrich".
Feuersteins Werk ist im Spätnazarenertum der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwurzelt, das sich den Elementen des Jugendstils öffnete. Die neuen Stilentwicklungen des frühen 20. Jahrhunderts bleiben dem Maler jedoch fremd. Er bewahrt bis zu seinem Tod seinen um 1900 gefestigten Malstil.

"...Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt. 28,20)

 

Martin von Feuerstein (1856-1931)
München, um 1900
Tempera, Gouache auf Pressspanplatte
H 45 cm, B 35 cm

Zu sehen in St. Ulrich
im Rahmen der Ausstellung "Christus. Das Bild des unsichtbaren Gottes"

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