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Hafnergewerbe

Das bunte Tonrelief finden Sie an der Hausfassade Am Gries 7. Das Kleindenkmal ist an der vierachsigen Giebelfront nach Süden mit Resten einer ursprünglich wohl aufwändigeren Fassadendekoration zwischen den mittleren Fenstern des 1. Obergeschosses angebracht. Das Hauszeichen von 1780 stellt, von einem Lorbeerkranz umgeben, eine Hafnerwerkstatt dar. Der Töpfer sitzt an der Drehscheibe. Neben und über ihm sind Krüge und Ofenkacheln zum Trocknen und Brennen bereitgestellt. Christus ist durch die niedrige Tür in die Werkstatt eingetreten und segnet mit ausgebreiteten Armen das Hafnergewerbe.

Das dreigeschossige Gebäude stammt in seinem Kern wohl aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Relief bezeugt, dass die Geschichte der Keramikfertigung in Stadtamhof in diese Zeit zurück reicht. 1816 dokumentiert der Chronist Franz Xaver Gold die Vielfalt von Handel und Handwerk des einst bairischen Landstädtchens. Er führt 74 Erwerbsbetriebe auf, darunter einen Hafnermeister. Von ihm kennen wir den Namen. Johann Zink betrieb nach 1800 die Hafnerei am Gries und fertigte vor allem auch farbig glasierte Ofenkacheln. An barocke Ofenkacheln erinnert auch ein zweites Relief an der Südfassade mit der Darstellung des Auferstandenen zwischen zwei Engeln, bezeichnet 1863. Dieses Bild fertigte vermutlich der Hafnermeister Johann Wilhelm, der in diesem Jahr die Töpferei übernahm. Aus dieser Zeit stammt auch die Einrichtung der Werkstatt im Westteil des Gebäudes. Und die Tradition wird fortgeführt: Heute arbeitet wieder eine junge Töpferin im Haus Am Gries 7.

Hafner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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