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Eine der wohl schönsten Osterdarstellungen des Mittelalters wurde 1991 in Regensburg entdeckt: Das Schmetterlingsreliquiar, gefertigt um 1310/1320 in Paris, verbarg sich im Hinterkopf der Christusfigur eines gotischen Kruzifixes, das im Kreuzgang des ehemaligen Schottenklosters aufgehängt war. Schon in der Antike war der Schmetterling ein Sinnbild für die Überwindung des Todes und die Unsterblichkeit der Seele.

Wie aus der Larve über die Mumienpuppe der Schmetterling entsteht, so befreit sich die Seele nach Leben und Tod zum ewigen Leben. In der feuervergoldeten Miniatur des Regensburger Domschatzes, die auf der Rückseite die ranghöchste Reliquie, einen Partikel vom Kreuz Christi, birgt, wird die Verwandlung von Ostern sichtbar. Der Schmetterling mit der eingelassenen Kreuzigungsszene breitet seine farbenprächtig schillernden Emailflügel aus, die Arme des Gekreuzigten weiten sich zur Umarmung der Schöpfung. Die Metamorphose des Schmetterlings ist ein Aufbruch zum Leben, zur Lebendigkeit.

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